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Dieser Blog dreht sich ums Studentenleben in Korea. Die Hauptseite meiner Blog-Welt ist unter folgender Adresse zu sehen:

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Montag, 13. Oktober 2008

Habe heute, nur einen Tag nach meinem Schreiben, eine prompte Antwort vom Fachbereich Politikwissenschaften und Außenbeziehungen der KU bekommen und die Nachrichten waren doch äußerst erfreulich. Genau genommen haben sie meinen Entschluss so ziemlich zementiert, ab Herbst 2009 an der KU den Master in Comparative Politics zu machen.
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Der Sachbearbeiter schickte mir gleich passend zu meinen Fragen ein ganzes Paket an Anmeldungsformularen und Fristen, Internetseiten und näheren Erläuterungen - ganz offensichtlich kein Formschreiben, was ich doch sehr toll fand.
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Die KU selbst bietet ein Stipendium für Ausländer an, das aber "nur" die Studiengebühren umfasst, also keine Lebensunterstützung bietet und wie ich nun erfahren habe, gibt es im Fachbereich sogar einige ausländische Studenten (Mongolei, Japan, China wurden mir genannt), ich wäre allerdings der erste westliche Student, der einen Master in Politikwissenschaften an der KU macht. Klingt doch sehr verlockend. Nachdem ich schon der erste Absolvent der FU Koreastudien war und nächsten Sommer der erste Jahrgang der KLTI-Akademie.
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Viele Kurse sind bereits auf Englisch umgestellt und mir wurde versichert, dass ich falls mir Koreanisch schwer fällt, alle (!) Hausarbeiten und Prüfungen auch auf Englisch erledigen kann. Das nenne ich mal flexibel und es kommt mir doch sehr entgegen, da ich schon merke, dass meine akademische Ausdrucksweise im Englischen deutlich an Wirkung verliert. Im Koreanischen kann ich zwar die Form imitieren ("anil su obda" und ähnliche Spässken), aber die Ausdrucksschärfe ist mir doch ein ziemliches Hindernis.
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Eventuell kann ich mir sogar den einen Kurs (A+) aus meinem Austauschjahr anrechnen lassen, aber da muss ich erst noch Mal den Studienplan checken.
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Und dass Master-Absolventen den Platz im Doktorandenprogramm quasi schon gebucht haben, muss ich glaub ich nicht mehr groß dazusagen. Auch wenn ich noch bis Anfang März Zeit habe, hat sich da glaube ich heute eine große Weiche gestellt.
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Dienstag, 15. Juli 2008

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Kinder, kommt mal klar
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Gerade eine Mail von der KLTI bekommen, die mich sehr verunsichert, weil ich nicht weiss, warum die das so schreiben.
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Offensichtlich bin ich in einer Art zweiten Runde, d.h. die Unterlagen wurden an die Kommission weitergeleitet, aber die entscheiden jetzt am 21. ob und wie ein eventuelles Interview durchgeführt wird.etc. Gleichzeitig wird mir mitgeteilt, dass dann auch der Stundenplan und die Einreiseformalitäten zeitnah zugeschickt werden. Hab das von zwei Koreanern gegenchecken lassen und die meinen es wäre eigentlich ne gute Nachricht und ich solle mir da keine Sorgen machen. Irgendwie sehr widersprüchliche Aussagen und auch nichts gemein mit dem, was mir ursprünglich gesagt wurde, nämlich Einreichen bis 11. und bis 15. Entscheidung.
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Samstag, 5. Juli 2008

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Scheiss Wetter, guter Tag
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Man verzeihe mir den Kraftausdruck, aber das Wetter heute erinnert ja wirklich an Endzeitstimmung. Und irgendwie geht es auch langsam alles zuende - doch im Gegensatz zum westlichen Geschichtsbild gibt es ja für mich ja keinen Endpunkt, sondern jedes Beenden ist der direkte Anfangspunkt für etwas Neues.
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So für mich heute als ich zunächst meine Bachelorarbeit offiziell eingereicht habe und kurze Zeit später meine Bewerbung für das KLTI abschicken werde, hoffentlich schon heute Abend. Der Vierte Juli ist also nicht nur aufgrund der Geburtstage zwei meiner engsten Freunde und des amerikanischen Unabhängigkeitstages bedeutsam, sondern auch weil der historische Akt der ersten Bachelorarbeit der Koreastudien an der FU nun offiziell in unsere Chronik eingehen wird. "Geschichte schreiben" bekommt da eine ganz neue Bedeutung.
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Ganz nebenbei konnte ich gestern im Rahmen der Veranstaltung für Park Gyeong-ni noch ein Urgestein der Koreanistik, Prof. Dr. Ingeborg Goethel, kennenlernen, die offenbar gleich so begeistert von mir war, dass sie meinte, ich solle als treuer Leser ihrer Werke doch bitte ihre umfangreiche Privatbibliothek erben, wenn sie mal nicht mehr. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was da für Schätze in 50 Jahren Koreanistikleben angehäuft wurden.
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Freitag, 27. Juni 2008

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Das 14-Millionen-Karussell
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Deutschland hat gestern mal fussballaesthetisch schlecht gespielt und ist trotzdem weitergekommen, hat somit also seinen Platz im Finale. Aber interessiert hat es mich nicht wirklich, denn zwar ist "was zählt auffem Platz", aber der Platz, um den es bei mir ging, der sollte sich erst heute vorentscheiden.
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Vorgeschichte
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Vor einiger Zeit hatte Dr. Brochlos einige Studenten angesprochen, da das staatliche KLTI (Korean Literature Translation Institute 한국문학번역원) in diesem Jahr seine Akademie durchführen wollte und hierfür noch einige deutsche Studenten für den Koreanisch-Deutsch-Intensivkurs suchte. Insgesamt war zunächst von deutschlandweit 10 Plätzen die Rede für die es zu wenig Bewerber gäbe.
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Ich, kurz vorm Abschluss und meine Zukunft abwägend, fand, dass dies eine tolle Überbrückung zu einem Master-Studium sei - zumal es gut bezahlt ist, meine Übersetzungskompetenz verbessern würde und mir ein wenig Auszeit vom Uni-Alltag geben könnte. Also überlegte ich mir als einer von dreien ernsthaft für die Plätze zu kandideren. Kann ja nicht so eine große Konkurrenz sein.
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Der Schock
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Heute dann das "Vorstellungsgespräch". Während es wohl ursprünglich so vorgesehen war, dass Vorstellungsgespräche einzeln geführt werden sollten, kam Herr Kwon erst einmal 20 Minuten zu spät und stellte uns dann die Programme vor. Er entschuldigte sich auch prompt für die Falschinformationen, die wir so gehört haben und korrigierte:
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Bachelor muss man schon haben. Uff. 3 Plätze für Deutsche aus Deutschland, 7 für Koreaner mit Deutsch-Hauptfach aus Korea. Uff Uff. Schon 3 Bewerber aus Bonn, evtl. einer aus Bochum evtl. einer aus Frankfurt. Uff Uff. Da waren wir erst einmal baff.
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Die Wende
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Doch dann taten sich alle Götter, Engel, Boddhisattvas und sonst noch was zusammen und es fielen die Worte, auf die ich gewartet hatte:
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"Also für die anderen sehe ich keine Chance, aber im Falle von Jan können wir das wohl regeln. Ich bitte die anderen sich nicht zu bewerben, da es aussichtslos wäre."
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Ich war vollkommen ausser mir, liess mir aber nichts anmerken. Die nächste Stunde ging es dann eigentlich nur darum, dass Herr Dr. Brochlos versuchte Herrn Kwon in Anbetracht der Missverständnisse doch noch ein paar Möglichkeiten für die anderen herauszulocken, was immerhin mit einem Praktikum für Ju-A endete, was mich sehr freut. Hatte mich mit Ju-A ja schon am 1. September zu Red Mango in der COEX Mall in Gangnam verabredet, um unseren ersten Tag in der Akademie zu feiern. Grins. Zumindest sind wir jetzt jeden Tag im gleichen Gebäude.
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Trotzdem bin auch ich noch längst nich angenommen. Bis 11. Juli muss ich eine umfangreiche Bewerbung schreiben, dann wird ausgewählt. Da ich der einzige Bewerber aus Berlin bin, habe ich extrem gute Chancen, aber man weiß nie. Es sind viele Faktoren abhängig, so z.B. sogar die Bewerbungslage aus den USA und Frankreich, denn wenn z.B. dort jetzt super viele gute Studenten sind, kann es sein, dass ich nicht genommen werde. Genauso wird es spannend zu sehen, wer sich letzten Endes nun für Deutschland bewirbt. Aber auch hier sind meine Chancen gut, da ich wie gesagt der einzige Berliner bin, worauf - wie Herr Kwon versicherte - geachtet werden wird, da man über ganz Deutschland verteilt Bewerber nehmen möchte.
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Die nächste Überraschung
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Das nächste geniale ist, dass das Stipendium im Gegensatz zu meinen früheren Stipendien das ganze Jahr über gezahlt wird, d.h. auch in den Ferien UND sogar einen Monat vor Studienbeginn und einen nach Studienende. Verpflichtungen gegenüber dem KLTI? Da sein, zuhören. Mehr nicht.
Das hätte ich mir im Leben nicht träumen lassen und so gilt es nun nur noch eine tolle Bewerbung zu schreiben und gute Letter of Recommendation zusammenzusuchen.
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Wie mein Gespräch mit Dr. Brochlos heute ergab, scheint meinem Abschluss dieses Semester wirklich nichts mehr im Wege zu stehen. Nur noch Formalien, die zu regeln wären, aber keine Probleme mehr machen können. Ich bin doch sehr euphorisch gerade.
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Curriculum & Konzept
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Auch das Curriculum hört sich verdammt spannend an. Es gibt Kurse, in denen alle Nationalitäten zusammen sind. Diese sind in Moderner Literaturgeschichte und Vormoderner Literaturgeschichte. Zusätzlich gibt es intensive Koreanischsprachkurse und für jede Sprache unterschiedlich Übersetzungspraxis und -theorie. Also sehr abwechslungsreich und ein Konzept, bei dem man merkt, dass man wohl in einem Jahr einen guten Rundumblick auf die koreanische Sprache und Literatur bekommt, was man dann evtl. noch vertiefen kann, wenn einem danach steht. Assa!
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Das ganze findet im Rahmen eines Regierungsprogramms zur Ausbildung qualifizierter Übersetzer statt und man ist bewusst dabei nur in kleinem Rahmen aktiv, da man den neuen Übersetzern nicht unnötig Konkurrenz ausbilden möchte. Über 10 Jahre sollen also insgesamt 300 Korea-Spezialisten diese Akademie durchlaufen, von denen man sich erhofft, dass etwa 5 schließlich hauptberuflich Literarische Übersetzer werden und der Rest zumindest teilweise beruflich übersetzerisch tätig wird und Wissen über koreanische Literatur verbreitet. Finde ich doch sehr realistisch und ein gutes Konzept - wer sich die Qualität bisheriger Übersetzungen ins Deutsche anschaut, weiß, dass eine solche intensive Förderung nötig ist, um koreanische Literatur in der Welt bekannt und beliebt zu machen. Japanische Literatur z.B. hat auch erst größere Popularität erreichen können als Autoren wie Murakami und Kenzaburo Oe gute Übersetzer hatten.
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Wie sagt Goethe so schön: "Ohne Übersetzer keine Weltliteratur".
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Montag, 21. Januar 2008

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Akku leer
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Tja, alle Beteiligten wussten, dass es darauf hinaus laufen wuerde - Heute um 15:37 verschied mein geliebter Laptop-Akku in Anwesenheit seines Besitzers. Trotz staendigen Wackelkontaktes war die Beziehung bis zum Schluss immer von gegenseitiger Liebe gepraegt gewesen.
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Das heisst neben Postamt und Abschiedstour will jetzt auch noch Laptop-Reparatur erledigt werden, weil die in Deutschland nur wieder unnoetig teuer wird. Nebenbei wurde ich noch von KBS World kontaktiert (wie ihr unten lachlesen koennt), was mich wohl nen weiteren Nachmittag kostet und ansonsten mal schauen, was noch alles einem ruhigen Abschied von Korea zuwiderlaeuft. Hatte ja bereits ein Angebot von Arirang abgelehnt, weil die mit mir so eine dreckige Mitleidsstory a la "Der arme Jan musste sich an Korea erst muehsam an das scharfe Essen gewoehnen" drehen wollte. Frau Kang hatte mich da einfach angemeldet, weil sie dachte ich freu mich. Tzzz.
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Was gibts sonst noch? Mein Hirn nimmt schon Abschied von der Wohnung - habe jetzt drei Kisten fertig gepackt und richte innerlich schon meine Berliner Wohnung ein. Klar ist schon Mal: Alle Fenster zuhaengen und so viel aus Korea nach Berlin rueberretten wie moeglich ^^
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Warum muss ich nach Deutschland zurueck, gerade wo Starbucks fuer mich wieder trinkbar wird, jetzt wo auch sie Hongcha Latte und noch viel besser Roiboos Latte ins Programm aufgenommen haben.....die Welt ist grausam.
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Samstag, 12. Januar 2008

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Gwangju und Suwon
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Nico ist weg. Das heisst meine Wohnung, mein Geldbeutel, mein Terminkalender und nicht zuletzt auch mein Herz fuer den kleinen Bruder, den ich nie hatte (dafuer ein ernst gemeinter Dank an meine Eltern ^^) sind wieder leer.
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Was mir fuer die letzten...ich traue es mich nicht zu schreiben...33 Tage...in Korea bleibt, ist nicht viel: Die Vorfreude auf Gaeseong, viel viel Arbeit bei der KTO und jetzt beginnt bereits das Sortieren. Werde diese Woche die ersten Pakete losschicken. Dann wird man auch schon in der Wohnung sehen, dass ich hier nicht mehr lange wohne.
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Bis dahin die lange versprochenen Bilder und eine Ergaenzung aus Suwon, wo ich spontan am letzten Tag mit Nico hingefahren bin. Suwon ist der einzige Ort, den ich nur 2002 besucht habe und danach nie wieder. Und was sich in den letzten 5 Jahren hier veraendert hat, ist sagenhaft.
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Gwangju for you

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Suwons Blumenfestung fast ohne Blumen

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Mittwoch, 9. Januar 2008

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Gomdori Goes Gaesong
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JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA. Entschuldigung an alle, die mir Geschenke gemacht haben, aber das absolut Geilste gabs erst heute: Frau Kang teilte mir ganz nebenbei mit, dass ich als einer von nur zwei Auslaendern nach Gaesong mitdarf!!!
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Spezielle KTO-Tour, kostenlos, Nordkorea sehen und erlben (die ersten Fotos von den Touren zeigen echtes Leben).....Ich bin soooo gluecklich gerade. Innerhalb dieses Monats werde ich also zum ersten Mal so richtig (war ja einmal in der Panmunjeom-Baracke auf nordkoreanischer Seite) nach Nordkorea reisen. Die Moeglichkeit bestand ja immer, aber immer war da mein moralisches Tabu - ich bezahle nicht Kim Jong Ils Champagner, um mir ein paar abgeschottete Berge anzugucken. Aber jetzt: Ohne Bezahlung in eine echte Stadt. Sooooo toll.
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Wie einige wissen werden, erfuellt sich mir damit der naechste ganz ganz grosse Traum. So unglaublich aufregend. Hatte schon kaum noch wirklich dran geglaubt. Ich bin ja hier nicht mal fest angestellt und dann diese Ueberraschung. Hat sich wohl mein Freund, der Herr Vize-Minister, fuer mich eingesetzt. Wahrscheinlich aber war es doch eher Frau Kang.
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Montag, 31. Dezember 2007

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Silvester
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Auch wenn sich lebenstechnisch bei mir in diesem Jahr so ziemlich alles zum absolut Positiven (oder Positiveren) gewendet hat, eine Konstante bleibt - Silvester laeuft chaotisch und meist unzufriedenstellend ab.
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Gestern schleppten wir uns mal wieder durch die vollkommen ueberfuellte LotteWorld und obwohl ich mir schoen viele Drogen (gelb, blau und rote Kapseln) kaufte, wachte ich heute morgen mit der Erkaeltung ueberhaupt auf. Ueberhaupt. Was seit 3 Tagen hier an Kaelte ist, ist absolut unertraeglich. Man kann kaum atmen, so kalt ist es. Selbst meine Pandamuetze (man muss sich das vorstellen als wuerde man sich ein ganzes Kuscheltier um den Kopf binden) haelt nicht alle Kaelte ab.
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Also beschlossen Nico und ich heute bis ganz spaet abends zuhause zu gammeln und nichts zu machen und erst spaet dann nach Jonggak zum Glockenlaeuten zu fahren (wie uebrigens geschaetzte 3 Millionen Koreaner heute ebenfalls..hust)..um 12 Uhr werden es zwischen -8 und -11 Grad sein...ich freu mich jetzt schon.
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Und was macht der Junge? Schlaeft beim Fernsehengucken ein. Die Jugend von heute hat einfach keine Ausdauer mehr...wir waren damals ganz anders! Ich musste damals noch 15 Kilometer mit durch tiefsten Schnee bei Wind und Wetter zur Schule...im Auto meines Vaters ^^
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Dieses Jahr kein Dinner for One...ob ich es ueberleben werde?
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Update: Gerade bei Wetter.com geguckt: -9 Grad, gefuehlt wie -18 Grad !!!....vielleicht guck ich mir Silvester auch von zuhause an..hrhr
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Samstag, 1. Dezember 2007

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Jan goes to Ka...
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Reisende soll man nicht aufhalten, auch wenn sie Dinge tun, die sie vielleicht sehr lange bereuen werden, weil das Gewissen zwickt.
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Wer wissen will, wohin meine naechste Reise geht...tja. Von seinen Bewohnern wird es das Paradies genannt. Und wie ich aus guter Quelle weiss, sieht es an manchen Stellen sogar so aus.
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Ob ich mich freue weiss ich nicht. Dass ich aufgeregt bin schon.
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Mittwoch, 24. Oktober 2007

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Taesong Tours
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Es ist vollbracht. Die Kampagne in der KTO ist ueber die Buehne (inklusive etwa 25 Aenderungen seit gestern, was dazu fuehrte, dass ich bis nach 20 Uhr in der KTO war...), meine Schueler wissen wie sie ihr Theaterstueck zu betonen und auszusprechen haben und haben mich dabei mit ueberraschenden Faehigkeiten ueberzeugt. In der Uni ist diese Woche wegen der Midterms, die ich alle erledigt habe, kein Unterricht. Es ergibt sich also dank Urlaubnehmen bei der KTO ein Zeitfenster von Donnerstag Morgen bis Sonntag Abend, das ich fuer Reisen im genialen Herbstwetter nutzen kann. Waehrend die Nachttemperaturen in Seoul zwischendurch bereits fuer 3 Tage auf 2 Grad gesunken waren, war heute wieder Hemd-Wetter: 21 Grad und Sonne, allerdings nachmittags wieder boeser Sand aus China.
Wie auch immer, Taesong Tours praesentiert "Kultur und Religion des Alten Koreas"
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Am Donnerstag Morgen begeben Sie sich ab Seoul Ost-Terminal in einem Expressbus in das verschlafene Provinznest Boeun, wo sie nach lokaler Folklore (alte Leute laufen ziellos umher) einen Bus in Richtung Beobjusa besteigen, einem der bedeutendsten koreanischen Tempel ueberhaupt. Er verfuegt ueber die hoechste erhaltene Holzpagode Koreas (Anfang 17. Jahrhundert) und die groesste Goldbuddhastatue Koreas und liegt im zurzeit sehr schoen herbstlich eingefaerbten Songnisan-Nationalpark.
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Nachdem Sie dem Buddha unter den Dhoti geschaut haben, geht es zurueck nach Boeun. Zurueck in Boeun verabschieden Sie sich landestypisch (mit ausgefahrenen Armen in den Bus draengeln) von der Provinz Chungcheong und nehmen den Bus nach Andong, wo sie die erste Nacht in einem liebreizenden Motel verbringen, das auch von den Eingeborenen fuer soziale Kontakte gern frequentiert wird.
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Den Freitag verbringen Sie damit den Staudamm und Stausee in Andong zu besuchen und Sie schauen sich die bekannteste Konfuzianische Akademie Koreas, die Dosan Seowon noerdlich des Sees an. Zum Mittag gibt es das ortstypische Andong Jjimdak. Andong Jjimdak heisst in Landessprache "Scheisse, warum schmeckt dieses Huhn so verdammt lecker" und ist beliebt bei Kim und Park gleichermassen. Danach wird das Huhn traditionell mit einem Andong Soju runtergespuelt. Das besondere an Andong Soju ist, dass er tatsaechlich destilliert wird und nicht in einem Chemielabor aus alten Plastikteilen gebrannt wird.
Falls noch Zeit bleibt schauen Sie sich den Bongjeongsa-Tempel an, einen der wenigen erhaltenen Tempel aus der Goryeo-Dynastie mit dem aeltesten original erhalten Holzgebaeude Koreas, das ueber 900 Jahre zurueckdatiert wird.
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Am Samstag geht es dann ueber einen kurzen Umweg in der Byeongsan-Akademie nach Hahoe, dem Ort, wo Queen Elizabeth alle ihre runden Geburtstage zwischen nach dem 60. und vor dem 80. feierte. Queen Elizabeth ist ebenso wie die Haeuser seitdem fast originalgetreu erhalten. Da im Gegensatz dazu die meisten Bewohner jedoch schon recht verschrumpelt sind, versteckt man sie gern hinter den beruehmten Hahoe-Masken, die eigens fuer diesen Zweck erfunden wurden. Um Touristen abzuzocken macht man in diesem Dorf einen Maskentanz, dessen Inhalt angeblich sehr kompliziert ist, in Wirklichkeit macht man sich aber nur ueber Auslaender lustig, die kein Koreanisch koennen. Da die UNESCO-Inspekteure auch kein Koreanisch konnten, ist auch dies Welterbe.
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Nachmittags satteln Sie wie ein koreanischer Edelmann ihre Sklaven und ab dafuer gehts in den Buseoksa. Dazu faellt mir kein schlechter Kalauer ein. Es ist einfach der schoenste und "koreanischte" aller koreanischen Tempel. Ein Kleinod von kunsthistorischer Bedeutung fuer die gesamte Tempelarchitektur Ostasiens.
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Am Sonntag schliesslich reisen wir in eine Vergangenheit, die nirgendwo so lebendig ist wie in Gumi, dem groessten Industriekomplex im koreanischen Binnenland. Hier steht die Geburtshuette eines koreanischen Praesidenten, der mit einer koreanischen Spitzenpolitikerin verwandt sein soll.
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Sagenumwoben ist die Stadt mit ihrem Park Chung Hee-Stadion, dem Park Chung Hee-Platz und der Park Chung Hee-Halle. Kaum ein Demokrat soll diese Stadt je betreten haben und so zeigen nur Luftaufnahmen von Militaerkameras, dass die widerstandsfaehigen Bewohner dieser Region nach zehn Jahren strammlinker Regierung noch nicht ausgestorben sind.
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Und wenn der Geist Park Chung Hees es will, werde ich Montag wieder in Seoul ankommen von meinem Abenteuer in 3 Epochen koreanische Geschichte.
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"Bis dann", oder wie man in Andong sagt "Konfuzius sagt: Bleibt bloss weg, ihr verdammten Kommunistenschweine, Landesverraeter und sonstiges Dreckspack"
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Donnerstag, 18. Oktober 2007

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Licht am Ende des Tunnels
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Meine Perspektiven fuer Deutschland hellen sich auf und auch der Stress hier geht langsam zuende. Noch 2 Wochen Unterrichten und inzwischen ist der Modus Vivendi da und es hat sich eingespielt, sodass ich am 31. Oktober dann sicher schliesslich doch sehr traurig sein werde, wenn ich meine Schuetzlinge wieder entlasse.
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Gerade habe ich meinen laengsten koreanischen Aufsatz bisher fertiggeschrieben - 500 Woerter auf Koreanisch sind eine Menge, wie jeder weiss, der mal versucht hat laengere Texte zusammenzukritzeln. Naechste Woche habe ich bis auf eine persoenliche Beratung durch die Leute im Eohakdang (Sprachenzentrum), die wir im Advanced II netterweise alle bekommen, zumindest in der Uni fast komplett frei. Dementsprechend kann ich die Arbeit bei der KTO die Arbeit so legen, dass ich von Donnerstag Mittag bis Sonntag Abend komplett frei habe.
Dafuer habe ich mir aufgrund des grandiosen Wetters (sassen heute zwar mit leichter Jacke, aber trotzdem schoen zum Sonnenuntergang auf der Dachterrasse im TigerPlaza) vorgenommen mit meinem neuen Hanbok, der hoffentlich naechste Woche fertig wird, nach Andong zu fahren - das traditionelle Herz Koreas. Hahoe, Berge und ein paar Tempel, wer mitkommt, kommt mit.
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Wie gesagt - passend zum strahlend hellblauen Herbsthimmel hellt sich die ganze Lage deutlich auf.
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Sonntag, 17. Juni 2007

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In Sack und Tueten
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Die menschliche Psyche - noch dazu, wenn sie so wirr verkabelt ist wie die meinige - ist ein merkwuerdiges Ding.
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Ich fahre demnaechst in Urlaub, ziehe in eine neue Wohnung und habe Ferien - und trotzdem fuehle ich mich beklemmt wie nie zuvor hier - warum?
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Die Antwort ist einfach: Ich rede mir beim Packen meiner Sachen die ganze Zeit ein, dass meine Zeit in Korea hier schon fast vorbei ist, dass jetzt wo alles gepackt ist, bestimmt auch gleich jemand sagt, dass ich jetzt leider wieder sofort nach Deutschland muss. Es ist einfach kein gutes Gefuehl kein festes Ziel vor Augen auf gepackten Koffern zu sitzen.
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Und was da fuer Mengen zusammenkommen: Mein koreanisches Leben besteht materiell aus 2 Kisten, einer grossen Kleidertuete, einer grossen Reisetasche, einer kleinen Reisetasche, einer Laptoptasche und 3 Tueten.
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Werde jetzt uebrigens wohl doch erst Dienstag losfahren, da am Montag Abend die Abschiedsparty unseres Sprachkurses ist und ich mich von einigen da noch intensiv verabschieden muss, da die dann wieder zurueckgehen.
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Freitag, 15. Juni 2007

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Reiseroute
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So, bin jetzt ziemlich entschieden. Werde um Miete zu sparen fuer eine Woche obdachlos sein und mich in Motels durchschlagen bis ich dann am 28. in meine neue Wohnung ziehe.
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Vorher werde ich etwa 10 Tage lang reisen und habe mir als Route eine Mischung aus absoluter Entspannung und viel Kultur ausgesucht.
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Zunaechst nach Gangneung an die Ostkueste, wo es das Geburtshaus des groessten koreanischen Philosophen (und der besten traditionellen Malerin, seiner Mutter) zu bestaunen gibt und einen netten Strand.
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Dann werde ich mich entlang der Ostkuestendoerfchen nach Sueden treiben lassen und meine Konfuzianismustour abschliessen mit der Hauptstadt des Konfuzianismus in Korea - Andong. Alte Akademien und Schulen, Schreine etc.
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Dann schnell durch Daegu durch, um die Tripitaka Koreana im Haein-Tempel zu sehen - und somit die Liste koreanischer Weltkulturerbe zu vervollstaendigen. Dann nach Gyeongju, meinem lieben Buddha in der Seokguram-Grotte einen Besuch abstatten und schauen, was sich so veraendert hat.
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Dann nach Pohang - eventuell die aeltesten Wandmalereien Ostasiens bestaunen - und das Schiff nach Ulleungdo besteigen, wo ich nur noch entspannen werde - abgesehen von einem patriotischen Pflichtausflug nach Dokdo, das ja bekanntlich "unser Land" ist.
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Und dann wieder nach Seoul in meine neue gigantische Wohnung ^.^
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Mittwoch, 13. Juni 2007

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Zwischeninfo
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1. Nein, der Music Player ist nicht wieder weg - ich habe ihn aus Stilgruenden nach unten verbannt, dies jedoch ebenfalls temporaer, bis mir ne bessere Loesung einfaellt.
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2. Nein, der Music Player ist auch nicht kaputt, ich habe nur das automatische Abspielen abgestellt, weil sich einige beschwert hatten, dass der zu laut ist und nervt.
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3. Ja, das Design wird sich noch ein wenig aendern, ich habe ja jetzt ne Menge Zeit. Uebrigens auch bei den anderen Blogs, die ich jetzt ein wenig zentraler praesentiert habe - einige der Leser haben naemlich nicht verstanden, dass "Gomdorimperium" ebenfalls meine Blogs sind.
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4. Ich bin entschieden, wo ich meinen ersten Sommerurlaub verbringe. Und zwar auf Ullungdo, einer vulkanischen Insel mit Erhebungen bis ueber 900 Meter, etwa 120 Kilometer oestlich der Halbinsel, frueher ein eigenes Koenigreich und heute noch wunderschoen und unberuehrt (gerade mal 10.000 Einwohner). Ich wollte schon immer dort hin, aber die anstrengende Reise dahin hat mich davon abgehalten - jetzt aber habe ich ja Zeit und da die Faehren nur von Pohang fahren, gucke ich wahrscheinlich noch einen Tag in Gyeongju vorbei :)
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Freitag, 18. Mai 2007

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Ora et labora et bibeamus igitur
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Das Witzige an diesem Maifest hier ist irgendwie, dass es nicht aufhoert. Es wird einfach nur anders. Gab es vor ein paar Tagen noch echte Infostaende mit Huepfburg, wurde heute eine Freilichtdisco fuer mehrere tausend Leute aufgebaut und die ueblichen Fresszelte sind ploetzlich auch wieder da.
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So gibt es bei unserm KUBA-Zelt ein "Germany Set". Ein Becks und ein Wuerstchen fuer 7.000 Won, es lebe das zukuenftige Freihandelsabkommen mit der EU...
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Jedenfalls habe ich heute, da es draussen echt Weltuntergang war (konnte von meinem Buero nicht mal das Rathaus sehen, so neblig war es), laenger gearbeitet. Und entgegen aller meiner Vorurteile ueber Korea gingen die meisten vor dem Chef nach Hause und auch nicht weiter zum Firmenessen.
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Ach, es ist uebrigens ganz bloed, wenn es gewittert in einem Hochhaus zu sein. Jedenfalls habe ich so rausgefunden, dass der Blitz nicht ausschliesslich in den Namsan Tower (den hoechsten Punkt der Innenstadt) einschlaegt, sondern beliebig sich ein Hochhaus nach dem anderen aussucht.
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Am Cheonggye-Fluesschen wurden jetzt auch ein paar kleine Laternen und Lichter aufgehaengt, ich bin schon in totaler Vorfreude. Heute habe ich fuer das eigentlich ausgebuchte Lotuslaternenbasteln im Jogyesa durch freundliche Mithilfe von ganz oben (also jetzt in der KTO, Buddha is da nich mit im Spiel gewesen) noch einen Platz bekommen. Freude.
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Jedenfalls leg ich mich jetzt nen Stuendchen hin und dann gehts wieder ins Saufzelt. Set Amerika, Set Mexiko und Set Japan hatte ich noch nicht ^.^
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Donnerstag, 10. Mai 2007

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B-Boy B-Day
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Die Zentrale Laterne zu Buddhas Geburtstag ist nun, 2 Wochen vor der eigentlichen Feier, die dieses Jahr ironischerweise auf den 24. faellt, auf dem Seoul Plaza entzuendet worden.
Es wird zur Feier des Ereignisses eine ganze Menge Paraden, Feste und Andachten geben, von denen ich sicherlich berichten werde. Meine Kamera ist immer noch nicht wieder ganz.
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Namu Amita Bul Gwanseum Bosal !
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Dienstag, 8. Mai 2007

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Wohnung
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Sodele....hab grad ne Nachricht von Markus bekommen - Nachmiete ist geregelt, ich krieg die Wohnung ab Juli. Treffe mich demnächst mit der Vermieterin.
Wer zur Einweihungsparty meiner ersten "echten" Wohnung ("Jibdeuri") kommen will, kann jetzt schon mal Flugtickets buchen :D
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Umgezogen
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Bin mal wieder total durch den Wind. Bin heute umgezogen. Von Zimmer 509 in Zimmer 511, weil die Amerikaner zwar mit einem weniger kommen, aber der Chef allen gleiche Zimmer geben will. Ich habe jetzt das Zimmer gegenueber. Es ist ist irgendwie.....quadratischer. Ich weiss noch nicht, ob groesser oder kleiner, aber im Moment sehr angenehm. Zumal die Sicht besser ist. Als ich fertig war und die Vorhaenge zur Seite machte - freie Sicht auf das Hauptgebaeude der Uni. Genial.
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Und heute im Unterricht hatte mich jemand drauf angesprochen, dass ich seine Wohnung ab Juli uebernehmen koennte. Ist zwar nicht ganz so gut die Lage, aber auch noch im Univiertel - ist auch teuer - aber dafuer fast ueber 30 m2, eigenes Bad und Kueche.
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Im Moment habe ich mich glaube ich schon entschieden. Grins.
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Mittwoch, 2. Mai 2007

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Neues Geld
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So, jahrelang wurde spekuliert. Nun ist endlich die endgueltige Entscheidung getroffen worden: Bis spaetestens 2009 werden 50.000 Won und 100.000 Won von der Bank of Korea herausgegeben.
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Bis Oktober dieses Jahres wird entschieden werden, wie das Design aussehen soll und welche Persoenlichkeit auf den Scheinen auftauchen soll. Denn was jeder Koreaner weiss - der eigentliche Grund fuer das Herauszoegern war vor allem, dass man sich nicht einig wird, wen man auf die hoeheren Scheine packt. Schliesslich ist auf dem 10.000er Koenig Sejong, der Grosse, der Allergroesste etc.
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Unter den aussichtsreichen Kandidaten sind:
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Kim Gu, Unabhaengigkeitskaempfer und Politiker der Ersten Stunde (und Ersten Republik)
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Yoo Gwan-sun, Unabhaengkeitskaempferin, von den Japanern noch im Teenageralter umgebracht - sowas wie die Sophie Scholl Koreas
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Dasan bzw. Jeong Yak-yeong, der "Goethe Koreas", Universalgelehrter, Querdenker und seiner Zeit sehr voraus. Natuerlich MEIN Favorit, denn er zeigt, dass es in der Joseon-Dynastie sehr wohl Reformwillen gab - Korea wird sich aber wahrscheinlich eher fuer moderne Personen entscheiden.
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Koenig Gwanggaeto, "Der, der das Reich erweiterte", ein gerade in letzter Zeit viel beachteter koreanischer Koenig der Goguryeo-Dynastie, der den Chinesen mehrmals eine ordentliche Abreibung verpasst - Eine Berufung von ihm waere natuerlich eine politische Provokation
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Gibt noch eine Menge weiterer Kandidaten. Einer meiner Favoriten waere ja auch noch der beruehmte Moench Weonhyo, nach dem wenigstens eine Bruecke benannt ist - aber da wuerden die Christen hier leider Sturm laufen, wenn der auf dem Schein ist.
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Eine weitere Moeglichkeit, die nicht auszuschliessen ist, ist dass man um sich Streit zu ersparen keine realen Persoenlichkeiten auf die Scheine druckt, sondern die Nationalblume, die Flagge, ein Gebaeude oder sonstwas Symbolisches - bitte nicht Dokdo. Danke!
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Samstag, 21. April 2007

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Ich bin raus
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Auch wenn es wahrscheinlich nur den wenigsten etwas sagen wird: Ich bin raus. Werde heute nachmittag mit dem Expressbus in die Provinz Chungbuk fahren, mein Lager in Chungju aufschlagen, abends ein wenig lernen. Am Sonntag dann über den Chungju Lake weiter nach Danyang, mir dort ne Höhle und nen Felsenpavillon angucken und dann mal schauen. Ach ja und lernen. Darum gehts ja eigentlich bei meinem Ausflug. Grins.
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Und dann bin ich wieder in Seoul und schreibe meine Zwischenprüfungen. Wenn die frische Luft mir nicht bei mathematischen Modellen hilft, was dann? Weiß nicht, wann ich ins Internet kann auf der Reise, also nicht gleich ne Vermisstenanzeige aufgeben, nur weil mal 2 Tage nix drin steht hier.
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