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Dieser Blog dreht sich ums Studentenleben in Korea. Die Hauptseite meiner Blog-Welt ist unter folgender Adresse zu sehen:

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Mittwoch, 9. Januar 2008

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Endspurt
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Noch einen guten Monat, dann setze ich mich in den Flieger, um in Hamburg im Miga Koreanisch essen zu gehen. So jedenfalls die offizielle Umschreibung dessen, was das Ende des bisher besten Abschnitt meines Lebens besiegelt. Fuer eine abschliessende Bilanz ist es noch zu frueh. Dazu passiert noch zu viel. Sicher.
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Montag und Dienstag bin ich nach Gwangju gefahren mit Nico. Nachdem wir in Seoul wieder in unser altes Muster verfallen waren (fressen, schlafen, Filme gucken), mussten wir raus. Was bot sich also an fuer zwei Koreaverrueckte als im Winter in die trostloseste Gegend, zu den unfreundlichsten und aermsten Menschen Koreas zu fahren: Willkommen in Jeollanam-do. Da die Region im Sommer sehr schoen ist, Gwangju eine tolle Innenstadt hat, es auch ansonsten viele Sehenswuerdigkeiten gibt und die Kueche das beste ist, was es auf der Welt gibt, sollte ich meine Kritik zurueckhalten. Hach, das Essen.
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Jeolla ist irgendwie wirklich zurueckgeblieben. Also es passiert einfach nichts. Ein bisschen wie Brandenburg. Dafuer gibt es tolles Essen und viel Kultur. Hatte ich schon das Essen erwaehnt?
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Das einzige, was mich wirklich aufgeregt hat, war der Dialekt von den Menschen. Es ist als wuerden Sie dieses "i" an jedes Wort nur ranhaengen, um einen zu verarschen - aber die meinen ihren Bauerndialekt vollkommen ernst. Es war eine wahre Wonne auf dem Rueckweg in der Naehe von Gongju Rast zu machen und den Chungcheong-Dialekt zu hoeren. Und das mag was heissen, denn die Chungcheongianer sind in Korea sowas wie eine Mischung aus Ostfriesen, Schwaben und Sachsen fuer Deutschland.
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Jedenfalls hat mir Gwangju sehr gut gefallen. Die Innenstadt jedenfalls. Die Fussgaengerzone ist schoen, eben und riesig. Die Preise angemessen, der Fluss hat Wasser, die Architektur ist abwechslungsreich. Es gibt eine Menge Parks, eine supercoole U-Bahn, die man mit lustigen Spielchips bezahlt (war fuer mich die Hauptattraktion des Aufenthalts) und eine tolle Kunstgasse. Bisher die europaeischste Stadt, die ich in Korea gesehen habe.
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Dass die hier alle unglaublich links sind und die alleinige Erwaehnung, dass die Aufstaendischen in Gwangju damals ja auch bewaffnet waren und Gebaeude in die Luft gejagt habe, schon praktisch unmoeglich ist, ist eh klar. Dass die Gedenkstaette alles ein wenig aufputscht und sehr auf Show setzt (muss ein vollkommen breiiges Menschengesicht in einer Ausstellung sein? Ich denke unter dem Wort "Massaker" mit Bildern von normalen Schwusswunden im Kopf kann man sich auch was vorstellen..).
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Nach einer ziemlich durchzechten Nacht zu Spottpreisen und in gute Begleitung von Jinie (zweiter Grund der Reise ^^) gings am naechsten Tag dann zum Songgwangsa weiter. Alles, was ich darueber erzaehlen wuerde, waere wieder koreanistisch und somit fuer die breite Masse hier uninteressant. Jedenfalls ist der Tempel sehr schoen. Insbesondere der Eingangsbereich und der Yaksa-jeon. Zum ersten Mal habe ich hier auch ausgedehnte Bambuswaelder gesehen.
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Dienstag Abend ging es dann nach einigen Pannen, die uns um den Besuch in Nagan brachten, wieder nach Seoul und wir feierten nach 48 Stunden Afrika bei ordentlich Liefer-Chicken mit Lydia wieder die Freuden der Zivilisation.
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Fotos folgen heute abend.
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3 Kommentare 덧글:

Anonym hat gesagt…

die u-bahn-chips gibts auch in daejeon :)

Anonym hat gesagt…

Die U Bahn Chips gibts auch in Bangkok.....etc.
Die U Bahnen sind von Siemens gebaut ;-) tolles Korea...toll
....bitte halte Dich mal zurück mit Deiner Hetze auf "Linke" beachte Internet ist oeffentliches Gebiet.

Anonym hat gesagt…

Bauerndialekt ...pffffffff!
Wo kommst Du den eigentlich her?
Haupstadt :-)....