: : : : : : : : : :[GOMS NOTIZEN]: : : : : : : : : :
Dieser Blog dreht sich ums Studentenleben in Korea. Die Hauptseite meiner Blog-Welt ist unter folgender Adresse zu sehen:
Sonntag, 26. August 2007
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Mein Huegel
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Oi weh. An der Kodae ist jetzt eine Horde BWLer aus Mannheim eingefallen und versucht sich hier durchzuschlagen. Daher durfte ich heute nicht nach Hongdae, sondern musste mit Lydia zusammen zurueck nach Anam, um die mal kennenzulernen - und sie abschliessend in ein Taxi zu packen, damit sie nach Hongdae koennen. Ich hatte da dann auch keine Lust mehr.
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Bei Anja auf der Dachterrasse mit Blick auf Namsan und zugehoerigen Fernsehturm, der wunderschoen vielfarbig angestrahlt war, gab es dann Salate, leckeres Brot und Camembert. Auch Lydia, die ja bekanntlich erst seit 3 Tagen in Korea ist, fand diesen Camembert extraordinaer lecker. Nach ein paar Runden internationalem Tabu-Spielen ("You can not get THIS in Seoul"..."SLEEP?!") gings dann also zurueck nach Anam in meine neue Lieblingsbar. Die gesamte Deko auf 60er Jahre Korea getrimmt. Auf den Tischen Anzeigen wie "Werden sie eine Wissenschafts-Hausfrau mit einem Hausfrauen-Diplom der Dongsun-Akademie", an den Waenden wunderbar schleimige Filmposter, kostenloses Patbingsu aus einer Eisenschuessel und Retro-Suessigkeiten. Der Himmel fuer jeden Nostalgiker, der gar nicht richtig weiss, wonach er nostalgisch sein soll.
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Nun aber zum Titel des Postings - ich wollte ja schon gestern was ueber meinen Huegel erzaehlen.
Huegel sind ein vernachlaessigtes Thema in der internationalen Bloggerszene.
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Das Tolle an dem Huegel ist naemlich, dass er ein topographisches Hindernis darstellt, das ueberwinden werden soll, was wiederum fuer Menschen meiner Kondition und Konstitution ein psychologisches Hindernis darstellt.
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Wenn ich aber nun also so jeden Abend (das is seit Lydia hier is woertlich zu nehmen) vom Saufen aus dem Anamgol (Tal von Anam) wieder ins Bomungol (Tal von Bomun) zurueck nach Hause moechte, stehe ich vor einer Alternative.
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Faul sein, 2250 Won fuers Taxi bezahlen und undurchschwitzt ankommen?
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Oder - und das ist der Weg, den ich jetzt hoffentlich zur Gewohnheit werden lasse - eigenstaendig am Technikcampus, dem Krankenhaus vorbei den Huegel hoch, dann den Huegel hinunter, ueber den Fluss am Markt vorbei und dann das letzte Stueck den Huegel von Bomun wieder hoch bis zu meiner Wohnung.
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Hat den Vorteil, dass man wenn man superbesoffen ist und sich eh schon mit Kalorien zugebombt hat, man zumindest die ersten 2 bis 3 Kalorien der 2000 abtrainieren kann und man nach so einem 10-15-Minuten Powerwalk zudem aeusserst munter zuhause ankommt. Diese Wachphase, die ich ohne Laufen nicht haette, reicht dann genau zum Duschen (und heute zum Blogposten ^^) bevor man dann noch erschoepfter ins Bett faellt.
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Als ich gestern den Huegel erklomm und auf dem naechsten Huegel den Bomun-Tempel bereits in vollem Sonnenlicht erblickte, taufte ich prompt meinen Huegel mit reinkoreanischer Euphorie zu meinem ganz persoenlichen "Sonnenbegruessungshuegel" (해맞이언덕 Haemaji Eondeok).
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Und seitdem habe ich jetzt morgens ein Date mit der strahlendsten Dame von ganz Seoul.
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Label 레이블 Erlebnisse, Gedanken, Korea, KU
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