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Freitag, 30. März 2007

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Hongneung 홍릉
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Heute zog ich wieder einmal aus (zunächst mich jedoch an), um das Vorurteil der grauen Stadt ohne Geschichte zu widerlegen. Funktionierte nicht ganz einfach, weil ich mich im Straßengewirr verirrte und so eine knappe halbe Stunde zu Fuß zum Park brauchte. Zurück waren es dann nicht einmal 15 Minuten.
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Der Park besteht aus nicht viel mehr als zwei königlichen Grabhügeln und zwar einem für einen Prinzen aus der Zeit des Koreanischen Kaiserreiches, der mit 1 Jahr unter ungeklärten Umständen starb (Japaner...). Dazu noch ein Grab einer kaiserlichen Nebenfrau (ja, modern warn wir damals..), alles sehr schön angelegt nur leider ist der Wald (!) dahinter abgesperrt. Aber allein die Existenz eines Waldes ist doch schon mal was, zumal die Aussicht wirklich schön ist, da hinter den Grabhügeln ausser Bäumen kein Zeichen von Zivilisation zu sehen ist.
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Das Wetter war heute wieder klasse... Sonnenschein, wolkenlos, smoglos, sandlos um die 17 Grad und in den Parks blühen die ersten Blüten, deren Namen ich jetzt alle nur auf koreanisch weiss. Gaenari, Jindallae (das is glaube ich Azalee) und Mokyeon (Ehm...Baumlotus...lol).
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Jedenfalls war es sehr schön, insbesondere das Büro der Parkverwaltung, wie man auf den Fotos sehen kann.
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Anschließend ging es zurück durch ein wunderbares kleines Viertel (alles zwei- oder dreistoeckig), wo ich an einem Straßenimbiss etwas aß. Ruhig, Parkplätze, Menschen, die nicht in Bewegung sind. Bäume. Wunderbares kleines Korea der Vergangenheit - mögest du noch lange so bleiben.
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In einem Laden für buddhistisches Zeuchs guckte ich dann nach Schnäppchen und suchte mir ein Holzarmband aus. Das, das ich mitnehmen wollte, fand die Inhaberin aber zu eng. Ich meinte, es wäre in Ordnung, sie nahm es mir aber weg und sagte ich solle mich hinsetzen. Als ich mich ein wenig genauer umschaute, fiel mir auf, dass neben buddhistischem Zeug auch eine ganze Menge schamanistische Sachen dabei waren und dass die Frau, die auch noch im Laden saß und ihren Tee schlürfte gerade eine Menge davon gekauft hatte.
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Da es Korea ist, entwickelte sich schnell ein Gespräch und die Schamanin erzählte zwischen den Anproben des inzwischen in der Maßschneiderung begriffenen Armbandes von ihrer Ritualtour durch Südostasien und die Ladeninhaberin von ihrer Tochter, die jetzt gerade ein Auslandssemester mache. Neue Holzperlen, eine neue Schnur, das Armband war nicht mehr das, was es mal war - es war besser geworden. Und nun? 20.000 Won - eine Abzocke?
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"1000 Won bitte"
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"Ehm? 1000 Won?"
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"Ja."
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Ich drückte der Frau 3.000 in die Hand (im Tempel kostet ein nicht maßgeschneidertes Armband übrigens 7.000), aber sie lehnte ab. Wir feilschten uns dann auf 2.000 runter (oder halt hoch, je nach Sichtweise) und dann grinste sie doch. Dafür bekam ich noch eine kostenlose Segnung des buddhistischen Armbandes von der Schamanin dazu.
Es lebe der Synkretismus ^^
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070330 Hongneung
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